17. Mai 2008

Schlampermäppchen

Das wollte ich auch schon lange mal probieren. Den Schnitt hatte ich von hier runtergeladen.
Zu Nähen ist es eigentlich ziemlich schnell und auch einfach.



Ich habe es mit Vlieseline verstärkt und gefüttert - um dann beim Wenden festzustellen, daß ich wohl irgendwo im Futter besser eine Naht gemacht hätte. So mußte ich dann am RV trennen und es irgendwie zurechtfummeln. Ist aber trotzdem recht gut geworden.

Nur-meinem Sohn gefällt dieser Stoff absolut nicht. Schon die Nintendo-Tasche war ja nicht nach seinem Geschmack *grrr* (hätte ich mir merken sollen ) - und ich dachte immer, schlimmer als Mädchen geht gar nicht!

15. Mai 2008

Tatüta-Prototyp

Nun bin ich endlich dazu gekommen mir eine Tatüta zu nähen. Sie sollte zu meiner Kalenderhülle passen. Sie wirkt etwas beulig, da ich sie hier im gefüllten Zustand fotografiert habe.



Ich habe dann wieder, wie auch schon hier , den Schnitt von Farbenmix abgewandelt und eine Reißverschlußtasche eingearbeitet. Da ich noch längere Zeit Globuli nehmen muß, dient sie als Medikamentenfach. Außerdem habe ich 2 kleine Ripsbandschlaufen zwischengefaßt, falls ich mal einen Schlüssel anghängen möchte.
Wie Ihr seht, habe ich mal wieder ein paar Zentimeterchen von meinem bestgehütetsten Lecien-Stoff geopfert ;-). Die Streifenstoffe sind von Ikea.



Und hier auch noch die Rückansicht.



Insgesamt gefällt mir diesmal die Verarbeitung nicht so gut. Ich hatte etwas Probleme, die Ecken schön herauszubekommen, alles ist irgendwie zu dick und wulstig geraten. Vielleicht sollte die Tatüta als Prototyp betrachten und nochmal einen neuen Versuch starten....

Aber jetzt im Moment habe ich erstmal genug vom "Kleinkram" nähen, ich habe Lust, mal wieder Klamotten zu machen.

13. Mai 2008

Gaumenfreuden

Zufällig am Wochenende entdeckt, es gibt sie wieder (wenn auch nur für kurze Zeit).



Allerdings für uns nicht zum Trinken, sondern für einen super leckeren Kuchen:



Fanta-Limetten-Kuchen
5 Eier
250 g Zucker
1P. Vanillezucker
mindestens 5 Minuten schaumig schlagen.
350 g Mehl
1P. Backpulver
unterrühren.
1/8 l Öl
175 ml Limetten- oder Zitronenlimonade
kurz unterrühren.
Alles auf ein Backblech (Fettpfanne) gießen und backen,
ca. 25 Min. bei 150 °C.
Kuchen gut auskühlen lassen.

200 g Puderzucker mit 2-3 EL Limonade verrühren und Kuchen damit bestreichen.
Trocknen lassen.
Ich werde den Kuchen in nächster Zeit sicher wieder öfter backen, bevor das Getränk wieder vom Markt genommen wird (Herbst).

7. Mai 2008

Ein schönes Wochenende war das ...

Es hat etwas gedauert, aber dafür jetzt umso länger:

Das letzte Wochenende war einfach klasse.

Ursprünglich war ich ziemlich geknickt, dass ich am gemeinsamen Ausflug mehrerer Hobbyschneiderinnen nach Paris nicht teilnehmen konnte.Am Himmelfahrts-Wochenende findet seit 30 Jahren der Austausch unseres Schwimmvereins mit unserer französischen Partnerstadt statt. Ich nehme erst seit 5 Jahren teil, aber inzwischen kenne ich viele Leute und es macht unheimlich viel Spaß!

Wir (meine beiden Töchter und ich – die „Männer“ mussten zu Hause bleiben und das Haus hüten *g*) starteten Donnerstag früh mit 23 Kindern und Jugendlichen und 9 Erwachsenen zu einer lustigen Busfahrt. Unterwegs gab es ein gemeinsames Picknick, Ballspiele und ein paar Fläschchen Prosecco (nur für die Großen). Nach 9 Stunden waren wir dann da. Es gab ein großes Hallo, denn unsere Gastgeber erwarteten uns schon sehnsüchtig. Über die vielen Jahre haben sich viele Freundschaften gebildet und auch „die Neuen“ werden mit in diesen Bann gezogen.
Nach einem kurzen Empfang im Rathaus und Vorstellung des Programms der nächsten Tage fuhr jeder mit seiner Gastfamilie nach Hause.

Hier meine Gastfamilie Michel, Brigitte, Alexis und Elise in ihrem Garten. Da Mädchen war letztes Jahr schon bei uns.




Meine Töchter waren diesmal getrennt von mir in einer eigenen Familie. Inzwischen hatten sie fast 2 Jahre französisch in der Schule, da wird es Zeit, dieses auch mal anzuwenden -ohne Mamas kritische Blicke ;-). Wir wohnten aber unweit voneinander im gleichen Dorf, in Villers-Bretonneux. Die Gastfamilie meiner Mädels sind die 4 rechten Personen auf dem Foto. Hannah und Teresa waren sehr enttäuscht, daß dort kein Mädchen in ihrem Alter war und fühlten sich leider auch nicht so wohl, was aber sicher nicht an der Familie lag, denn meiner Meinung nach bemühte die sich sehr.

Australier haben in Villers-Bretonneux im 1. Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt, daher pflegt der Ort eine Städtepartnerschaft mit Australien und der Anzac Day findet auch dort jährlich statt. Das war aber in der Woche vor unserem Besuch dort. Ich machte am Ankunftstag noch mit meiner Gastfamilie einen Ausflug zum Gedenkmal und Friedhof der gefallenen Australier und Kanadier. Es war noch alles mit Blumen und Kränzen geschmückt, Verwandte aus Übersee hatten Blümchen, Karten und Fotos neben die Kreuze und Namen gesteckt. Es war sehr ergreifend.

Am nächsten Tag sollte ein Ausflug in den Asterix-Parc stattfinden. Nun ist so ein Freizeitpark nicht wirklich das, was mich reizt. Für Kinder finde ich es prima, und die waren ja mit der Gruppe unterwegs. So haben ein Trainer vom Schwimmverein und ich beschlossen, uns einen schönen Tag in Paris zu machen. Wir fuhren mit der Gruppe bis zum Parc, stiegen dann in den Pendelbus zum Aeroport Charles de Gaulle und fuhren von dort mit der RER bis Chatelet Les Halles. Und schon waren wir da.

Hier am Ticket-Schalter gibt extra jemanden, der Ausländern beim Fahrschein-Kauf berät. Finde ich einen super Service.




Inzwischen war es fast mittags und wir stärkten uns – typisch französisch – in einer Tapas-Bar.





Anschließend ging es weiter an der Seine entlang, zum Louvre, durch die Tuileries, die Champs-Elysees hinauf bis zum Arc de Triomphe. Der Sohn von H-J hatte sich ein Foto vom Arc de Triomphe gewünscht.







Ein Restaurant auf den Champs Elysées:





Und ich schaute noch schnell auf unserer Großbaustelle an der Avenue George V. vorbei, inzwischen alles entkernt ist und der Aufbau beginnen kann. Mein italienischer Kollege und Bauleiter vor Ort war ziemlich überrascht und erfreut, als ich plötzlich in der Tür stand. Leider war die Zeit sehr knapp, aber für einen kurzen Rundgang und ein Erinnerungs-Firmen-Foto reichte es trotzdem noch.

Dann flitzen wir zurück, gleicher Weg retour, um unseren Gruppenbus rechtzeitig zu erreichen. Im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, direkt den Zug von Amiens bis Paris-Gare du Nord zu nehmen, dann wären wir schneller und länger am Ziel gewesen. Mais tant pis-la prochaîne fois!

Meinen Spitznamen habe ich allerdings weg, bei der Ankunft wurde ich mit „Voilà la parisienne“ begrüßt.

Abends gab es „Ausgehen“ für die Kinder und wir Erwachsenen trafen uns traditioniell bei Claire, der Trainerin des französischen Schwimmvereins. Jeder bringt was mit: Salat (meistens Taboulé, mmmhhhh lecker), Wein, Käse, Dessert…. So gibt es ein schönes buntes Buffet. Es werden Merguez und Saucissons gegrillt, Baguette dazu, *lecker*. Dieses Zusammensitzen ist sehr schön, man kommt mit vielen ins Gespräch, knüpft neue Kontakte, erzählt, scherzt, tauscht Neuigkeiten und Vergangenes aus. Einfach toll dieser Abend. Ich habe es soooo genossen!


Der nächste Tag war im Prinzip Freizeit. Brigitte, ihre Tochter Elise, meine beiden Mädchen und ich fuhren zum Shoppen nach Amiens. Ich liebe diese Fußgängerzone. Es gibt viele kleine schöne Geschäfte. Außerdem war noch Markt, also ziemlich viel los. Natürlich wurde ich fündig. In meinem Lieblingsladen Burton kaufte ich eine Jacke, ein Shirt in einem anderen Geschäft und für meinen Sohn noch ein T-Shirt. Die Mädchen, die sonst bei Claire’s auch immer kräftig zuschlagen fuhren diesmal leer wieder zurück.

Nachmittags war der Schwimmwettkampf der französischen und deutschen Mannschaften und abends fand dann schon unser Abschlussfest statt. Es wurde viel getanzt und erzählt.



Ja und nach einer kurzen Nacht ging es dann am Sonntag Vormittag zurück in die Heimat. Leider, leider. Wie immer war der Aufenthalt viel zu kurz, Tränen flossen beim Abschied, Fotos wurden gemacht, allen „à l’année prochaine“ zugerufen, Geschenke ausgetauscht.
Mir fällt es jedes Mal sehr schwer wieder wegzufahren. Vor allem, wenn man so lieb aufgenommen wird und es so schön war.Geschenke habe ich von Brigitte und Michel bekommen, sie haben mir „Die Feuerzangenbowle“ in französisch aufgenommen (der Film lief bei ihnen im Fernsehen und ich hatte ihnen erklärt, welchen Kultstatus er bei uns hat), Jacques schenkte mir einen großen Stapel CDs mit französischen Chansons (von Michel Sardou, Yves Montant, Rillaud, etc.) und Fabrice brachte mir eine Flasche von dem Wein, den wir am Freitag abend getrunken hatten.

Wie immer drehte der Bus 2 runden um den Platz und wie immer liefen unsere Freunde von rechts nach links winkend hinterher.


Damit ich immer weiß, wie lange es noch dauert, bis die nächste Fahrt ist, hier der ticker:



Im nächsten Jahr kommen die Gäste zu uns, auch das wird sicher wieder sehr schön.

Bisous,
la parisienne